Aktivierung im Betreuungssetting psychisch erkrankter Menschen

Seminar

Termin: 19. März 2024, 9.00-16.30 Uhr
Anmeldeschluss: 5. März 2024

Wie kann man einen Menschen erreichen, der nicht zu reagieren scheint?
Symptome psychisch erkrankter Menschen können einen großen Einfluss auf den Alltag und
die Funktionsfähigkeit der Betroffenen haben. Ihre Beziehung und die Interaktion zu
anderen Menschen sind häufig trotz großer Unterschiede in Dynamik und Erscheinungsbild
der Störung beeinträchtigt, was die Begegnung und vor allem die Motivation massiv
erschweren können. Misstrauen, Ängste, Unsicherheiten, Widerstände und unkontrollierte
Gefühlsausbrüche oder Vermeidungsverhalten sind nur einige Phänomene, die eine
gelingende und funktionale Beziehungsgestaltung beeinflussen können.

Seminarinhalte

  • Emotionale und kognitive Barrieren aktiver Mitarbeit verstehen
  • Erwerb ressourcen- und lösungsorientierter Methoden sowie Kreativität in der Betreuung zur Aktivierung und Förderung der Motivation
  • Praktische Implikationen, Tools und Anregungen zur Beziehungsgestaltung im Einzel- und Gruppensetting
  • Schaffung eines Raumes für Perspektivenwechsel
  • Wissenserweiterung psychische Störungen
  • Selbsterfahrung und Reflexion schwieriger Erfahrungen in der Praxis

Ihre Vorteile

  • Sie lernen besser zu differenzieren, ob die Person im Betreuungssetting „nicht kann“ oder „nicht will“.
  • Sie profitieren von kreativen Ideen und Inputs aus langjährig erprobter Praxiserfahrung.

Am Ende des Seminars sind Sie in der Lage,

  • die Gratwanderung von Stagnation und Widerstand im Betreuungsalltag durch emotionale und kognitive Barrieren aktiver Mitarbeit zu verstehen und zu nutzen.
  • das eigene Handlungsrepertoire und die Methodenkompetenz durch Perspektivenwechsel, Selbsterfahrung und kreative Tools zu erweitern, um destruktives Verhalten aufzulösen und Entlastung zu bewirken.

Lehr- und Lernmethoden

In diesem Seminar werden folgende Lehr- und Lernmethoden angewandt: Vortrag
(Evidenzbasierte Theorieinputs: Vermittlung von Theorie- und Fachkompetenz durch
Frontalunterricht). Aktivierende interaktive Struktur durch Fallbeispiele/Fallbearbeitung,
Diskussionen/Debatten und Möglichkeit der Rollenspiele, Einbezug diverser Medien und
Selbsterfahrung.

Zur Vortragenden

Karoline Benedikt ist Sozialarbeiterin, Klinische Sozialtherapeutin, promovierte
Wissenschaftlerin im Fachbereich Pädagogik, zertifizierte Sterbe- und Trauerbegleiterin,
Traumapädagogin und traumazentrierte Beraterin. Seit 2009 ist sie im Handlungsfeld
psychisch erkrankter Menschen tätig, weitere Erfahrungen im Palliativ- und Hospizbereich,
im Rettungswesen und in der Flüchtlingshilfe. Gleichzeitig ist sie Dozentin an diversen
Universitäten, externe Lehrende an Fachhochschulen und Autorin.

Auf einen Blick

Zielgruppe Personen in helfenden Berufen.
Abschluss Teilnahmebestätigung (bei mind. 80 % Anwesenheit)
Vortragende

Dr. phil. Karoline Benedikt BA MA
Dr. phil. Karoline Benedikt BA MA

Veranstaltungsort Campus Wien Academy
Favoritenstraße 222
1100 Wien
Teilnahmegebühr

Teilnahmegebühr pro Termin: € 190 (USt.-befreit)

Studierende und Absolvent*innen der FH Campus Wien erhalten 10 % Rabatt.