Tabuthemen in der Sozialen Arbeit

Seminar

Termin: 4. April 2025, 9.00-17.00 Uhr
Anmeldeschuss: 21. März 2025

Im Rahmen dieses Seminars werden Widersprüchlichkeiten in der Arbeit mit Menschen in sozialen Randlagen thematisiert. Es werden dabei Perspektiven der helfenden Tätigkeit beleuchtet, die meist im Dunklen liegen, während der praktischen Arbeit unbemerkt bleiben oder tabuisiert werden. 
Aus diesem Blickwinkel werden „Fehler“ im pädagogischen handeln erkennbar. Folgen werden absehbarer und Möglichkeiten zu einer konstruktiven Lösung von Herausforderungen können im Bewusstsein der dunklen Seite des sozialarbeiterischen Handelns sichtbar gemacht werden.

Seminarinhalte

  • Terminologie und historischer Hintergrund der Begriffe: das Tabu, die Lüge, der Ekel und das Böse.
  • Soziologische und philosophische Bearbeitung von historischen Texten in Hinblick auf die praktische Arbeit heute.
  • Schwarze Pädagogik und strukturelle Gewalt
  • Ethische Reflexion der praktischen Tätigkeit in Zusammenhang mit Sexualität, Stigmatisierung, Gewalt, Macht und Humor
  • Reflexion von Fallbeispielen auf Basis tabuisierter Vorgangsweisen

Ihre Vorteile

Die Bearbeitung von verdeckten Themen in der Zusammenarbeit wird wahrscheinlicher.
Konstruktive Lösungsmöglichkeiten in komplexen und herausfordernden Situationen werden zugänglich.
Der Perspektivenwechsel führt zu einer Erweiterung des persönlichen Bewältigungsrepertoires.
Sogenannte „Fehler“ können als Vorteile entdeckt werden.

Am Ende des Seminars sind Sie in der Lage,

  • eigene persönliche Tabus zu benennen und diese reflektierend in der Praxis zu bearbeiten.
  • mit Ansprüchen von Klient*innen, Teamkolleg*innen und Organisation resilienter umgehen zu können.
  • mit strukturellen Herausforderungen und verdeckten Prozessen professioneller arbeiten zu können.
  • sozialarbeiterische Interventionen lösungsorientierter, bewusster und zielgerichteter zu setzen.
  • persönliche Copingstrategien auszubauen.

Lehr- und Lernmethoden

In diesem Seminar werden folgende Lehr- und Lernmethoden angewandt: Workshopartiger Vortrag, Diskussion, evtl. kleinere Gruppenarbeiten, Besuche zweier Einrichtungen in Kooperation mit Verein tralalobe.

Zum Vortragenden

Alexander Kriz hat langjährige Erfahrung im psychosozialen Bereich (Menschen mit Behinderung, Menschen mit psychischen Störungsbildern, KiJu Bereich, u.a.m.) in unterschiedlichen Funktionen. Er ist Sozialpädagoge, systemischer Supervisor, Mediator, Unternehmensberater, Lektor und Referent – ARGE Bildungsmanagement in Kooperation mit der Sigmund Freud Privatuniversität, Department Psychologie; Vortragender – Kolleg für Sozialpädagogik, Lehre und Unterricht: Studienkoordinator – Schule für Sozialbetreuungsberufe der Caritas Wien.

Auf einen Blick

Zielgruppe Menschen mit Interesse an der eigenen Persönlichkeitsentwicklung. Menschen in der Sozialen Arbeit sowie in pädagogischen und beratenden Berufen mit Interesse an der Verbindung von praktischer Sozialer Arbeit, philosophischen Grundlagen und Lust an der Entdeckung neuer Perspektiven.
Abschluss Teilnahmebestätigung (bei mind. 80 % Anwesenheit)
Vortragende

Mag. Alexander Kriz MSc

Veranstaltungsort Campus Wien Academy
Favoritenstraße 222
1100 Wien
Teilnahmegebühr

Teilnahmegebühr: € 230 (USt.-befreit)

Studierende und Absolvent*innen der FH Campus Wien erhalten 10 % Rabatt.

Die Seminarpauschale umfasst Mittagessen sowie Verpflegung in den Pausen (Snacks, Getränke).