Staatsbürgerschaft und Staatenlosigkeit

Seminar

Anmeldeschluss: 19. Februar 2027

Die Staatsbürgerschaft ist zentral für Rechte, Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe: Sie garantiert Aufenthaltssicherheit, schützt vor rechtlicher Diskriminierung und ermöglicht politische Mitbestimmung. Damit gewinnen Fragen rund um den Zugang zur österreichischen Staatsbürgerschaft und das Thema Staatenlosigkeit auch in der Sozialen Arbeit zunehmend an Bedeutung.

Das Seminar vermittelt praxisrelevantes Wissen zu Erwerb und Verlust der Staatsbürgerschaft in Österreich sowie zu Staatenlosigkeit. Zudem bietet es Raum für Austausch über Erfahrungen in der Arbeit mit Klient*innen und im Umgang mit Behörden.

Ihre Vorteile

+ Sie können eine Verbindung von Theorie und Praxis herstellen.

+ Sie erkennen die Praxisrelevanz des Themas durch die Einbindung von Fallbeispielen und aktuellen Initiativen.

+ Sie profitieren vom Austausch mit langjährigen Expert*innen.

Seminarinhalte

9.00-12.30: Staatsbürgerschaft (Gerd Valchars)

  • Bedeutung von Staatsbürgerschaft im Alltag, Staatsbürgerschaftspolitik in Österreich
  • Zugang zur österreichischen Staatsbürgerschaft, Einbürgerung und Erwerb bei Geburt
  • Verlust der österreichischen Staatsbürgerschaft, Verzicht und Entzug
    Doppelstaatsbürgerschaft

13.30-17.00: Rechte von staatenlosen Menschen in Österreich (Leonhard Call-Blaßnig)

  • Definition von Staatenlosigkeit und warum Menschen staatenlos sind oder werden
  • Staatenlose Menschen in Österreich – eine Bestandsaufnahme
  • Aufenthaltsrecht, Identitätsdokument, soziale Rechte
  • Zugang zur Staatsangehörigkeit und Verminderung von Staatenlosigkeit

Am Ende des Seminars sind Sie in der Lage,

  • Möglichkeiten des Staatsbürgerschaftserwerbs und -verlusts besser zu verstehen.
  • Missverständnisse und Fehlinformationen zur Doppelstaatsbürgerschaft auszuräumen.
  • sich über die Situation von in Österreich lebenden staatenlosen Menschen auszutauschen.
  • zu verstehen, wie in Österreich lebende staatenlose Menschen Zugang zu ihren Rechten erhalten und welche Verbesserungen im EU Migrations- und Asylpakt vorgesehen sind.
  • praktische Informationen in Ihre tägliche Arbeit einfließen zu lassen.
  • mit Hintergrundwissen zur Staatsbürgerschaftspolitik in Österreich zu unterstützen.
  • Österreich im internationalen Vergleich zu verorten.

Lehr- und Lernmethoden

In diesem Seminar werden folgende Lehr- und Lernmethoden angewandt: Vortrag, Diskussions- und Austauschphasen zu aktuellen Fallbeispielen.

Die Vortragenden

Gerd Valchars ist Politikwissenschaftler mit Schwerpunkt österreichische Regimelehre, Citizenship und Migration. Er ist Lehrender an der Hochschule Campus Wien, Schwerpunkt Soziale Arbeit, der FH des BFI Wien als auch an der Universität Wien und am IES Vienna. Zudem ist er Länderexperte Österreich des Global Citizenship Observatory (GLOBALCIT) am Europäischen Hochschulinstitut (EUI) in Florenz.

Leonhard Call-Blaßnig ist Rechtswissenschaftler, Kultur- und Sozialanthropologe und Mediator. Er ist als Konsulent und Vortragender im Bereich Menschenrechte, Flucht & Migration sowie als Patient*innenanwalt (VertretungsNetz) tätig und Mitglied des European Network on Statelessness.

Auf einen Blick

Zielgruppe Sozialarbeiter*innen, Mitarbeiter*innen von Sozial- und Rechtsberatungsstellen sowie von staatlichen Stellen (zuständig für Verfahren nach dem StbG, NAG, AsylG, MeldeG, PStG).
Abschluss Teilnahmebestätigung (bei mind. 80% Anwesenheit)
Vortragende

MMag. Leonhard Call-Blaßnig

Mag. Dr. Gerd Valchars
Mag. Dr. Gerd Valchars

Veranstaltungsort Campus Wien Academy
Favoritenstrasse 222
1100 Wien
Teilnahmegebühr

Teilnahmegebühr: € 280 (USt.-befreit)

Die Seminarpauschale umfasst Mittagessen sowie Verpflegung in den Pausen (Snacks, Getränke).

Early-Bird-Rabatt: 10 % bis 15. Dezember 2026