Radikalisierungsprävention und Demokratiekultur

Modul

Anmeldeschluss:

Radikalisierung ist ein zentraler Wirkmechanismus extremistischer, demokratiefeindlicher und gewaltorientierter Entwicklungen. Diese Prozesse machen längst nicht mehr an den Grenzen klassischer Szenen halt, sondern wirken zunehmend in Arbeits‑, Bildungs‑ und Organisationskontexte hinein.
Das Modul vermittelt fundiertes Orientierungs‑ und Handlungswissen, um Radikalisierungsrisiken frühzeitig zu erkennen, aktuelle Entwicklungen fachlich einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren. Die Teilnehmer*innen erwerben Sicherheit im professionellen Umgang mit komplexen und sensiblen Situationen und entwickeln praxisnahe Kompetenzen für Prävention und Intervention.

Dieses Modul ist Teil eines modular konzipierten Weiterbildungsprogramms, weitere Module werden schrittweise entwickelt und angeboten. Der Unterricht findet online und in Präsenz statt.

Ihre Vorteile

+ Sichere Einordnung komplexer Erscheinungsformen: Sie lernen, Radikalisierungsdynamiken als Treiber von Extremismus, Terrorismus und weiteren demokratiefeindlichen Bestrebungen anhand konkreter Praxisbeispiele zu erkennen, einzuordnen und fundiert zu bewerten.

+ Handlungssicherheit in aktuellen Bedrohungslagen: Geopolitische Entwicklungen, Desinformation, Künstliche Intelligenz und hybride Bedrohungen werden praxisnah analysiert und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das eigene berufliche Umfeld reflektiert.

+ Unmittelbarer Nutzen für den Berufsalltag: Die vermittelten Inhalte sind gezielt auf Anwendungsfelder in Bildung, Arbeitswelt, Verwaltung sowie in öffentlichen und privaten Organisationen ausgerichtet.

+ Vom Verstehen zum Handeln: Analyse, Prävention und konkrete Handlungsoptionen werden systematisch miteinander verknüpft.

+ Konkrete Ergebnisse statt abstrakter Theorie: Sie erarbeiten praxisnahe Lösungsansätze, Orientierungshilfen und unmittelbar anwendbare Instrumente für ihre tägliche Arbeit.

Am Ende des Moduls sind Sie in der Lage,

  • aktuelle Erscheinungsformen von Radikalisierung und demokratiefeindlichen Bestrebungen sicher einzuordnen und deren Relevanz für Ihren beruflichen Kontext zu bewerten.
  • Radikalisierungsprozesse sowie Risikofaktoren im Arbeits‑, und Organisationsumfeld frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren.
  • rechtliche, institutionelle und präventive Rahmenbedingungen in konkreten Handlungssituationen anzuwenden.
  • praxisnahe Präventions‑, Interventions‑ und Gesprächsansätze situationsgerecht einzusetzen und auf reale Fallkonstellationen zu übertragen.

Inhalte des Moduls

Extremismus, Terrorismus und Radikalisierung

  • Definitionen, Begriffsabgrenzungen und Erscheinungsformen unterschiedlicher extremistischer und demokratiefeindlicher Phänomene.
  • Praxisteil: Reflexion der eigenen Arbeitsrealität im Umgang mit demokratiefeindlichen Tendenzen und Radikalisierungsphänomenen, unterstützt durch ausgewählte praxisnahe Beispiele zur Orientierung.

Radikalisierungsprozesse: Mechanismen und Dynamiken

  • Individuelle, soziale und gesellschaftliche Radikalisierungsverläufe, Triggerfaktoren, Eskalationsstufen und Dynamiken.
  • Praxisteil: Übertragung zentraler Radikalisierungsmechanismen auf eigene Berufs-, Arbeits- und Organisationskontexte anhand konkreter Beispiele.

Exit und Deradikalisierung

  • Ausstiegsprozesse, Deradikalisierungsansätze und Wirkfaktoren auf individueller und struktureller Ebene.
  • Praxisteil: Einordnung von Unterstützungs- und Handlungsmöglichkeiten im jeweiligen beruflichen Zuständigkeitsbereich, ergänzt durch exemplarische Orientierungsszenarien.

Geopolitische Entwicklungen und ihr Einfluss auf Extremismus und Radikalisierung

  • Internationale Konflikte, sicherheitspolitische Verschiebungen und deren Auswirkungen auf Radikalisierungsnarrative.
  • Praxisteil: Diskussion der Relevanz aktueller geopolitischer Entwicklungen für das eigene Arbeitsumfeld unter Einbeziehung konkreter Beispiele.

Desinformation, neue Technologien, KI und hybride Kriegsführung

  • Digitale Radikalisierung, Propaganda, Desinformation sowie technologische und KI gestützte Einflussfaktoren.
  • Praxisteil: Analyse von Risiken, Herausforderungen und Handlungsbedarfen im eigenen beruflichen Kontext anhand ausgewählter Beispiele aus der Praxis.

Organisierte Kriminalität und Terrorismus

  • Verflechtungen, Finanzierungsmechanismen und operative Überschneidungen.
  • Praxisteil: Reflexion möglicher Berührungspunkte und Relevanzen für die eigene berufliche Praxis, gestützt auf exemplarische Fallkonstellationen.

Präventionstheorien und Präventionsansätze

  • Grundlagen der Primär , Sekundär  und Tertiärprävention.
  • Praxisteil: Ableitung präventiver Handlungsoptionen für Organisationen, Betriebe und Institutionen unter Nutzung konkreter Beispiele als Orientierung.

Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen

  • Rechtliche Grundlagen, Zuständigkeiten und institutionelle Herausforderungen.
  • Praxisteil: Einordnung von Handlungsspielräumen, Grenzen und Verantwortlichkeiten im eigenen Arbeitskontext anhand praxisnaher Beispiele.

Erkennen von Risikofaktoren und Warnsignalen

  • Indikatoren für Radikalisierungsprozesse im Arbeits, Bildungs- und Betriebskontext.
  • Praxisteil: Sensibilisierung und strukturierte Reflexion möglicher Warnsignale im beruflichen Alltag, unterstützt durch konkrete Orientierungsbeispiele.

Multi Agency Perspektiven

  • Zusammenarbeit von Behörden, Institutionen, Organisationen und weiteren relevanten Akteuren.
  • Praxisteil: Reflexion der eigenen Rolle sowie möglicher Kooperations- und Schnittstellen anhand exemplarischer Kooperationsszenarien.

Gesprächsführung, Mediation, Deeskalation und Krisenintervention

  • Grundlagen professioneller Kommunikation in herausfordernden Situationen.
  • Praxisteil: Erarbeitung praxisnaher Kommunikations- und Interventionsansätze für den eigenen Arbeitskontext unter Einbeziehung konkreter Beispiele.

Fallstudien und Transfer in die Praxis

  • Vertiefende Auseinandersetzung mit komplexen Fragestellungen aus unterschiedlichen Praxisfeldern.
  • Praxisteil: Entwicklung konkreter, auf die eigene berufliche Realität übertragbarer Arbeitsergebnisse
  • (z. B. Handlungsempfehlungen, Orientierungshilfen, Leitlinien), gestützt durch ausgewählte Praxisbeispiele.

Lehr- und Lernmethoden

Das Modul kombiniert fachliche Inputs mit interaktiven Seminar‑ und Workshopformaten sowie E‑Learning‑Elementen. Die Inhalte werden ergänzt durch selbstständige Praxisarbeiten mit Bezug zum eigenen beruflichen Umfeld. Der Kompetenzerwerb wird durch eine Modulprüfung, aktive Teilnahme sowie eine Abschlussarbeit inklusive Präsentation abgesichert.

Der Unterricht findet online und in Präsenz statt.

Auf einen Blick

Zielgruppe Unternehmensvertreter*innen aus den Bereichen Human Resources, Diversität und Inklusion, Führung, Compliance, interne Kommunikation, betriebliche Sozialarbeit sowie an Mitglieder von Betriebsräten; Führungs‑ und Fachpersonen aus Bildung, Sozialarbeit, Jugendarbeit, Justiz, Strafvollzug sowie aus Polizei und Exekutive; berufstätige Personen in Organisationen und Institutionen, die demokratische Kultur aktiv stärken und Radikalisierungstendenzen in ihrem jeweiligen Arbeitskontext frühzeitig erkennen und professionell darauf reagieren möchten.
Zertifikatsprogramm
Abschluss Teilnahmebestätigung
Kooperationen

Zentrum für Radikalisierungsprävention und Demokratiekultur FlexCo

Veranstaltungsort Campus Wien Academy
Favoritenstrasse 222
1100 Wien
Teilnahmegebühr

€ 2.200 (USt.-befreit);

Early-bird: Anmeldung bis 15. Juli 10%.