Kommunikation und Gesprächsführung im Betreuungssetting psychisch erkrankter Menschen

Seminar

Termin: 26. März 2024, 9.00-16.30 Uhr
Anmeldeschluss: 12. März 2024

Störungsspezifische Kommunikation: Reflexion von fordernden zwischenmenschlichen
Begegnungen. Psychische Störungen sind bislang für Praktiker*innen und auch für
Wissenschaftler*innen eine enorme Herausforderung in der Behandlung, Therapie und
Betreuung. Trotz großer Unterschiede in Dynamik und Erscheinungsbild der Störung besteht eine Gemeinsamkeit: Die Beziehung zu anderen Menschen ist aufgrund tiefgreifender und unflexibler Abweichungen von Kognition, Emotion und Impulskontrolle beeinträchtigt. Komorbidität ist häufig, was den Alltag massiv beeinflusst und Komplikationen zusätzlich fördert. In diesem Seminar wird ein Rahmen geschaffen, in dem herausfordernde zwischenmenschliche Begegnungen im Praxisfeld (nach-)besprochen und gemeinsam anhand von evidenzbasierten Theorien und Modellen der Kommunikation reflektiert werden. Kommunikation als wesentliches Interventionsinstrument kann dabei helfen, veränderungsbezogen Verhalten zu fördern und neue Alltags- und Lebensziele zu erwecken.

Seminarinhalte

  • Wissenserweiterung: psychische Störungen
  • Eigene Kommunikationskompetenz ausweiten
  • Innere und äußere Konflikte empathisch bearbeiten
  • Unterscheidung von „kann nicht“ versus „will nicht“ in der Betreuung psychisch erkrankter Menschen
  • Schaffung eines Raumes für Perspektivenwechsel
  • Deeskalation: konstruktive Auseinandersetzung mit Konfliktfeldern im psychiatrischen Betreuungssetting

Ihre Vorteile

  • Sie lernen besser zu differenzieren, ob die Person im Betreuungssetting „nicht kann“ oder „nicht will“.
  • Sie profitieren von einem bio-psycho-sozialen Zugang und der Reflexion über das eigene Erleben im Betreuungsprozess.

Am Ende des Seminars sind Sie in der Lage,

  • Gesprächsformen und Kommunikationsmodelle zu nennen, die kooperatives Miteinander fördern.
  • (Deeskalation) destruktives Verhalten aufzulösen und zu reflektieren.
  • Ihr Kommunikations-Repertoire und Handlungsspektrum zu erweitern.
  • Kommunikation, Selbstreflexion und Beobachtungsfähigkeit zu schärfen.
  • ganzheitliche Sichtweisen und Perspektivenübernahmen zu trainieren.

Lehr- und Lernmethoden

In diesem Seminar werden folgende Lehr- und Lernmethoden angewandt: Vortrag,
evidenzbasierte Theorieinputs, aktivierende interaktive Struktur: Vermittlung von
Theorie- und Fachkompetenz. Aktivierende interaktive Struktur durch Fallbeispiele/
Fallbearbeitung, Diskussionen/Debatten und Möglichkeit der Rollenspiele, Einbezug
diverser Medien und Selbsterfahrung.

Zur Vortragenden

Karoline Benedikt ist Sozialarbeiterin, Klinische Sozialarbeiterin, promovierte Wissenschaftlerin
im Fachbereich Pädagogik, zertifizierte Sterbe- und Trauerbegleiterin, Traumapädagogin
und traumazentrierte Fachberaterin. Seit 2009 ist sie im Handlungsfeld psychisch erkrankter
Menschen tätig, weitere Erfahrungen im Palliativ- und Hospizbereich, im Rettungswesen
und in der Flüchtlingshilfe. Gleichzeitig ist sie Dozentin an diversen Universitäten, externe
Lehrende an Fachhochschulen und Autorin.

Auf einen Blick

Zielgruppe Personen in helfenden Berufen.
Abschluss Teilnahmebestätigung (bei mind. 80 % Anwesenheit)
Vortragende

Dr. phil. Karoline Benedikt BA MA
Dr. phil. Karoline Benedikt BA MA

Veranstaltungsort Campus Wien Academy
Favoritenstraße 222
1100 Wien
Teilnahmegebühr

Teilnahmegebühr pro Termin: € 190 (USt.-befreit)

Studierende und Absolvent*innen der FH Campus Wien erhalten 10 % Rabatt.