Undokumentierte Migrant*innen in der Stadt: Lebenslagen, Akteure und Soziale Arbeit

Seminar

Termin: 13.05.2022
Anmeldeschluss: 26.04.2022

Das Seminar findet im Bedarfsfall als Webinar über Zoom statt.

Undokumentierte Migrant*innen befinden sich in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität, was zu jahrelangen prekären Lebensbedingungen in wesentlichen Lebensbereichen, wie Gesundheit, Bildung, Wohnen und Arbeitsmarkt, führt. Den städtischen Behörden und nichtstaatlichen Akteuren im städtischen Raum kommt dabei eine wichtige Bedeutung in der Gewährung von grundlegenden sozialen Rechten und sozialen Leistungen zu. Aktuelle
Beispiele sind die «Sanctuary Cities» in den USA und in jüngster Zeit «Solidarity Cities» in verschiedenen europäischen Städten.

Im Seminar wird der Frage nachgegangen, wie in Städten Teilhabe und der Zugang/die Ausgestaltung von sozialer Infrastruktur zwischen Stadtregierung, Behörden und Zivilgesellschaft ausgehandelt wird. Die Rolle der Sozialarbeiter*innen wird dabei auch beleuchtet.

Im Rahmen dieses Seminars erarbeiten sich Teilnehmer*innen theoretische und praktische Zugänge aus der Migrationsforschung, Stadtforschung, der Migrations-/Grenzregimeforschung und der Sozialarbeitsforschung.

Seminarinhalte

  • Menschenhandel als juristisches und menschenrechtliches Konzept
  • Wer sind die undokumentierten Migrant*innen?
  • Lebenslagen von undokumentierten Migrant*innen
  • Was tun die Stadtregierungen? Warum sind sie inklusiv oder exklusiv?
  • Was bieten die zivilgesellschaftlichen Einrichtungen an? Europaweite und österreichische Praxen
  • Soziale Arbeit und Migration

Am Ende des Seminars sind Sie in der Lage,

  • Hintergründe und Lebenslagen der undokumentierten Personen zu beschreiben.
  • verschiedene städtische und zivilgesellschaftliche Praxen der Inklusion und Exklusion zu nennen.
  • verschiedene Begriffe und Konzepte, wie das der Solidarischen Städte oder «urban citizenship», zu erklären.
  • Handlungsmöglichkeiten und Praxen aus der Praxis der Sozialen Arbeit abzuleiten.

Lehr- und Lernmethoden

In diesem Seminar werden folgende Lehr- und Lernmethoden angewandt: kurzer Input, Diskussion, Peer Austausch, Kleingruppen-Übungen, Kurzvideos und Textlektüre.

Zum Vortragenden

Politologe, Forschung, Lehre und Beratung zu Migration, Sozialpolitik, Urban Citizenship,
soziale Bewegungen und Zivilgesellschaft. Professor an der Hochschule Fulda, Deutschland.

Auf einen Blick

Zielgruppe Das Seminar richtet sich an Personen und Sozialarbeiter*innen, die sich für das Thema undokumentierte Migration interessieren und diese in ihre Arbeitspraxis, ihre Forschung oder ihren Unterricht einbinden wollen.
Abschluss Teilnahmebestätigung
Vortragende

Prof.Dr. Ilker Atac
Prof.Dr. Ilker Atac

Veranstaltungsort FH Campus Wien Academy
Favoritenstraße 226
1100 Wien
Teilnahmegebühr

€ 170 (USt.-befreit)