Kommunikation und Gesprächsführung im Betreuungssetting psychisch erkrankter Menschen

Seminar

Termin 1: 28. November 2022
Dieser Termin ist ausgebucht, sehr gerne nehmen wir die Anmeldungen für März entgegen.
Termin 2: 27. März 2023
Anmeldeschluss: 10. März 2023


Störungsspezifische Kommunikation:
Reflexion von fordernden zwischenmenschlichen Begegnungen
Psychische Störungen sind bislang für Praktiker*innen und auch für Wissenschaftler*innen eine enorme Herausforderung in der Behandlung, Therapie und Betreuung. Trotz großer Unterschiede in Dynamik und Erscheinungsbild der Störung besteht eine Gemeinsamkeit: Die Beziehung zu anderen Menschen ist beeinträchtigt aufgrund tiefgreifender und unflexibler Abweichungen von Kognition, Emotion und Impulskontrolle. Komorbidität ist häufig, was den Alltag massiv beeinflusst und Komplikationen zusätzlich fördert. Daher wird ein Rahmen geschaffen, in dem herausfordernde zwischenmenschliche Begegnungen im Praxisfeld (nach-)besprochen und gemeinsam reflektiert werden anhand von evidenzbasierten Theorien und Modellen der Kommunikation. Kommunikation als wesentliches Interventionsinstrument kann dabei helfen, veränderungsbezogen Verhalten zu fördern und neue Alltags- und Lebensziele zu erwecken.

Seminarinhalte

  • Wissenserweiterung psychische Störungen
  • Eigene Kommunikations-Kompetenz ausweiten
  • Innere und äußere Konflikte empathisch bearbeiten
  • Unterscheidung von „kann nicht“ versus „will nicht“ in der Betreuung psychisch erkrankter Menschen
  • Schaffung eines Raumes für Perspektivenwechsel
  • Deeskalation: konstruktive Auseinandersetzung mit Konfliktfeldern im psychiatrischen Betreuungssetting

Ihre Vorteile

Sie lernen besser zu differenzieren, ob die Person im Betreuungssetting „nicht kann“ oder „nicht will“.

Sie profitieren von einem bio-psycho-sozialen Zugang und der Reflexion über das eigene Erleben im Betreuungsprozess.

Am Ende des Seminars sind Sie in der Lage,

  • Gesprächsformen und Kommunikationsmodelle zu nennen, die kooperatives Miteinander fördern.
  • destruktives Verhalten aufzulösen und zu reflektieren (Deeskalation).
  • Kommunikation-Repertoires und Handlungsspektrum zu erweitern.
  • Kommunikation, Selbstreflektion und Beobachtungsfähigkeit zu schärfen.
  • ganzheitliche Sichtweisen und Perspektivenübernahmen zu trainieren.

Lehr- und Lernmethoden

In diesem Seminar werden folgende Lehr- und Lernmethoden angewandt: Vortrag (Evidenzbasierte Theorieinputs: Vermittlung von Theorie- und Fachkompetenz durch Frontalunterricht). Aktivierende interaktive Struktur durch Fallbeispiele/Fallbearbeitung, Diskussionen/Debatten und Möglichkeit der Rollenspiele, Einbezug diverser Medien und Selbsterfahrung.
Das Seminar findet im Bedarfsfall als Webinar über Zoom statt.

Zur Vortragenden

Sozialarbeiterin, Klinische Sozialtherapeutin, promovierte Wissenschaftlerin im Fachbereich Pädagogik, zertifizierte Sterbe- und Trauerbegleiterin, Traumapädagogin und traumazentrierte Beraterin i.A.u.S. Seit 2009 im Handlungsfeld psychisch erkrankter Menschen tätig, weitere Erfahrungen im Palliativ- und Hospizbereich, im Rettungswesen und in der Flüchtlingshilfe. Gleichzeitig Dozentin an diversen Universitäten, externe Lehrende an Fachhochschulen und Autorin.

Auf einen Blick

Zielgruppe Personen in helfenden Berufen.
Abschluss Teilnahmebestätigung (bei mind. 80% Anwesenheit)
Vortragende

Dr. phil. Karoline Benedikt BA MA
Dr. phil. Karoline Benedikt BA MA

Veranstaltungsort Campus Wien Academy
Favoritenstraße 222
1100 Wien
Teilnahmegebühr

€ 170 (USt.-befreit)

Studierende und Absolvent*innen der FH Campus Wien erhalten eine Preisreduktion von 10%.