Entstigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen

Seminar

Die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen gilt in der Wissenschaft als eine vorherrschende Problematik einer normorientierten Gesellschaft. Sie institutionalisiert sich in den unterschiedlichsten Rahmenbedingungen. So passiert sie gleichermaßen im Gesundheitswesen und hindert betroffene Menschen im Sinne ihrer Lebensqualität wie auch der sozialen Teilhabe, ganzheitlich wahrgenommen zu werden.

Gesundheits- und Krankenpflegepersonen fungieren als Fachkräfte des Gesundheitswesens und erfüllen eine verantwortungsvolle Rolle in der Versorgung und Betreuung von Menschen mit Gesundheitsproblemen, welche durch unterschiedlichste Faktoren verursacht werden.

In diesem Seminar lernen Sie die Bedeutung der Rolle sich als Professionst*in und gleichermaßen Mitglied der Gesellschaft fortwährend zu reflektieren und sich den Auswirkungen der damit einhergehenden Denk-und Verhaltensweisen bewusst zu werden.

Seminarinhalte

  • Antistigma-Bildung: Sensibilität für Stigmaprozesse
  • Bedeutung und Pflegeverständnis: psychische Erkrankung versus psychische Gesundheit
  • Stigmaforschung in der Gesundheits- und Krankenpflege
  • Stigmaszenarien - kritisch reflexiver Diskurs
  • Empowerment und Recovery

 

Ihre Vorteile

Sie werden herangeführt, die Verantwortung als gesellschaftliche Multiplikator*innen einer entstigmatisierenden Haltung zu Menschen mit psychischen Erkrankungen handlungsorientiert zu internalisieren.

Sie bekommen eine Orientierung für die Entwicklung einer Antistigma-Kompetenz nach Freimüller und Wölwer (2012).

Sie erarbeiten sich eine zielgruppenspezifisch adaptierte Sicht der zentralen Elemente der Antistigma-Kompetenz: (1) Wissen, (2) Haltungen und (3) Verhalten und werden so den komplexen Herausforderungen der Pflegepraxis gerecht.

 

Am Ende des Seminars sind Sie in der Lage

  • individualisiert das Erleben von Menschen mit psychischen Erkrankungen zu erfassen und basierend auf erworbenem Fachwissen nachzuvollziehen.
  • sensibilisiert und kritisch-reflexiv auf Stigmaprozesse zu reagieren.
  • problembewusst wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Stigmaforschung im Sinne der Entstigmatisierung zu nutzen.
  • Lösungsansätze für komplexe private wie berufliche Situationen in Stigmaszenarien zu erarbeiten und potenziell stigmatisierende Denk- und Verhaltensweisen zu identifizieren.

 

Lehr- und Lernmethoden

In diesem Seminar werden folgende Lehr- und Lernmethoden eingesetzt: Darbietende und aktivierende Methoden (Rollenspiele, Fallstudien, Fishbowl, Think-Pair-Share)

Auf einen Blick

Zielgruppe Gesundheits- und Krankenpflegepersonen sowie andere Gesundheitsprofessionist*innen
Abschluss Teilnahmebestätigung (nach mind. 80% Anwesenheit)
Vortragende

Carmen Dorfmeister BSc MSc
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 Carmen Dorfmeister BSc MSc

Veranstaltungsort FH Campus Wien
Favoritenstrasse 226
1100 Wien
Teilnahmegebühr

€370,00 (USt-befreit)