Blended-Learning-Module für österreichische Gemeinden

Kommunale Kompetenz für die Praxis

Praxisnahe Weiterbildung für wirksame Gemeindesteuerung – ein praxisorientiertes Weiterbildungsprogramm für Bürgermeister*innen, Amtsleiter*innen, Gemeinderät*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen für mehr Steuerungsfähigkeit in Finanzen, Recht, Digitalisierung, Förderung und Gemeindeentwicklung.

Ein Weiterbildungsprogramm der Hochschule Campus Wien in Kooperation mit Städtebund und Gemeindebund, umgesetzt durch die Campus Wien Academy.

9Module
4Themenreihen
2,5Tage / Modul
100%Praxisbezug

Marktlücke

Für österreichische Gemeinden fehlen praxisnahe, leistbare strategische Weiterbildungen zu Finanzen, Recht, Digitalisierung und Ortsentwicklung. Dieses Angebot schließt diese Lücke gezielt.

Blended Learning

Alle Module verbinden Online-Vorbereitung mit intensiver Präsenzarbeit. Teilnehmer*innen bringen reale Daten ihrer Gemeinde mit und verlassen das Modul mit einem unmittelbar umsetzbaren Ergebnis.

Wissenschaftliche Fundierung

Die Curricula wurden an der HCW entwickelt und verbinden aktuelle Forschungsergebnisse mit österreichischem Rechtsrahmen und langjähriger Praxiserfahrung in der kommunalen Verwaltung.

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Finanzen & Haushaltsmanagement

Vom VRV-2015-Basisverständnis bis zur professionellen Haushaltskonsolidierung – drei aufeinander aufbauende Seminare

Grundstufe Finanzen 2 Tage
Kommunales Finanzmanagement & VRV 2015
Den Rechnungsabschluss wirklich verstehen, kommunale Finanzen strategisch steuern und Entscheidungen faktenbasiert treffen.
Format
Blended Learning
Dauer
2 Tage (0,5 Online + 2 Präsenz)
Zielgruppe
BM, GR, AL, Finanzverantwortliche
Teilnehmerzahl
12–18 Personen

Die VRV 2015 hat das kommunale Rechnungswesen grundlegend verändert. Viele Gemeinden kämpfen noch immer mit der neuen Logik. Dazu kommt: Österreichs Gemeinden stehen vor einer massiven Finanzierungslücke – steigende Pflichtausgaben bei stagnierendem Finanzausgleich. Dieses Modul vermittelt das Rüstzeug, um kommunale Finanzen wirklich zu verstehen und den Haushalt strategisch zu gestalten.

Unmittelbarer Nutzen
  • Rechnungsabschluss lesen, interpretieren und dem Gemeinderat erklären
  • Mittelfristige Finanzplanung eigenständig durchführen
  • Schwachstellen im Haushalt erkennen und Maßnahmen ableiten
Aufbaustufe Finanzen 2 Tage
Kommunales Finanzmanagement & VRV 2015 – Reale Finanzlage verstehen
Die reale Finanzlage österreichischer Gemeinden verstehen, analysieren und steuern – mit Blick auf Umlagen, Finanzausgleich und strukturelle Grenzen.
Format
Blended Learning
Dauer
2 Tage (0,5 Online + 2 Präsenz)
Voraussetzungen
VRV 2015 Grundkenntnisse
Teilnehmerzahl
12–18 Personen

Die VRV 2015 liefert das Handwerkszeug – aber was sagen die Zahlen wirklich über die Lage einer Gemeinde aus? Viele Gemeinden können den Rechnungsabschluss lesen, aber nicht einordnen: Ist unser Defizit strukturell oder konjunkturell? Welchen Anteil haben Umlagen, die wir nicht beeinflussen können? Wo liegen Stellschrauben, die wir selbst in der Hand haben?

Unmittelbarer Nutzen
  • Strukturelle und konjunkturelle Defizite sicher unterscheiden
  • Eigene Kennzahlen mit österreichischen Gemeinden benchmarken
  • Mittelfristige Finanzprognosen unter realistischen Annahmen erstellen
Aufbaustufe Finanzen 2 Tage
Defizitrückbau & Haushaltskonsolidierung in Gemeinden
Solide Haushalte, nachhaltige Finanzen und rechtssichere Konsolidierung – praxiserprobte Methoden für strukturell defizitäre Gemeinden.
Format
Blended Learning
Dauer
2 Tage (0,5 Online + 2 Präsenz)
Voraussetzungen
Grundkenntnisse Haushaltsführung
Teilnehmerzahl
12–18 Personen

Viele österreichische Gemeinden stehen vor strukturellen Haushaltsdefiziten: steigende Pflichtausgaben, sinkende Ertragsanteile und politischer Widerstand gegen Einsparungen schaffen eine Spirale, aus der sich ohne professionelles Konsolidierungsmanagement kaum entkommen lässt. Gleichzeitig fordern Aufsichtsbehörden verstärkt Sanierungskonzepte – aber kaum jemand hat gelehrt, wie man eines erstellt.

Unmittelbarer Nutzen
  • Konsolidierungskonzept gemäß Anforderungen der Aufsichtsbehörde erstellen
  • Einnahmenoptimierung: Gebührenrecht rechtssicher anwenden
  • Konsolidierungsmaßnahmen intern kommunizieren und politisch verhandeln
🎯

Fördermittelmanagement

EU-, Bundes- und Landesförderungen erfolgreich beantragen und abwickeln

Förderung 2,5 Tage
Fördermittel erfolgreich beantragen
EU-, Bundes- und Landesförderungen effektiv nutzen – von der Programmauswahl bis zum fertigen Antragsentwurf.
Format
Blended Learning
Dauer
2,5 Tage (0,5 Online + 2 Präsenz)
Zielgruppe
BM, AL, Projektverantwortliche
Teilnehmerzahl
12–20 Personen

Strukturschwache Gemeinden können sich oft die Ko-Finanzierung bei Förderprogrammen nicht leisten – oder kennen die Programme schlicht nicht. Dabei liegen Milliarden an EU- und Bundesgeldern brach, weil Anträge fehlen oder schlecht vorbereitet sind. Gleichzeitig haben Gemeinden kaum Personal mit Erfahrung im Förderwesen. Dieses Modul ist bewusst praxisorientiert: Kein trockenes Regelwerk, sondern echte Anträge, echte Fallstricke und konkrete Erfolgsstrategien aus Österreich.

Unmittelbarer Nutzen
  • Für ein konkretes Projekt den passenden Fördertopf identifizieren
  • Einen vollständigen Förderantrag strukturieren und formulieren
  • Ko-Finanzierungsanforderungen realistisch lösen
  • Häufige Fehler bei der Antragstellung erkennen und vermeiden
⚖️

Recht, Steuerung & Strukturreformen

Rechtssichere Entscheidungen, kommunale Steuerungskompetenz und strategische Reformfähigkeit

Recht 2 Tage
Gemeinderecht & Steuerungsfähigkeit in Krisenzeiten
Rechtssicher entscheiden, Handlungsspielräume ausschöpfen, Risiken vermeiden – auch unter Druck.
Format
Blended Learning
Dauer
2 Tage (0,5 Online + 2 Präsenz)
Zielgruppe
BM, GR, AL, Entscheidungsträger*innen
Teilnehmerzahl
12–18 Personen

Ein Bürgermeister unterschreibt einen Werkvertrag ohne Ausschreibung – weil es schnell gehen musste. Eine Gemeinde erhält einen Förderbescheid zurück, weil die Verwendungsnachweise unvollständig waren. Ein Gemeinderat stimmt einer Haftungsübernahme zu, ohne die Konsequenzen zu kennen. Das Problem ist selten böser Wille, sondern fehlendes Rechtswissen unter Zeitdruck.

Unmittelbarer Nutzen
  • Rechtssichere Entscheidungen trotz finanzieller und politischer Drucksituationen
  • Vermeidung von Haftungs- und Rückforderungsrisiken
  • Besseres Ausschöpfen bestehender rechtlicher Spielräume
Steuerung 3 Tage
Strukturreformen & Interkommunale Zusammenarbeit
Strategische Steuerung, Wirkungsorientierung und Zukunftsagenda für die eigene Gemeinde.
Format
Blended Learning + Praxistag
Dauer
3 Tage (0,5 Online + 2 Präsenz + 1 Online-Praxistag)
Zielgruppe
BM, GR, AL, leitende MA
Teilnehmerzahl
10–16 Personen

Österreichische Gemeinden stehen unter zunehmendem Druck: steigende Pflichtausgaben, demografischer Wandel, Klimaanforderungen und schrumpfende finanzielle Spielräume. Gleichzeitig verhindert das Tagesgeschäft oft jede strategische Reflexion. Das Ergebnis: Gemeinden reagieren – statt zu steuern. Dieses Modul schafft den Rahmen, um aus dem Reaktionsmodus herauszutreten.

Unmittelbarer Nutzen
  • Klare strategische Ausrichtung trotz Tagesgeschäft
  • Sofort umsetzbare Ergebnisse für die eigene Gemeinde
  • Stärkung der Führungs- und Steuerungskompetenz
💻

Digitalisierung & Künstliche Intelligenz

Von E-Government-Grundlagen bis zum rechtssicheren KI-Einsatz in der Gemeindeverwaltung

Grundstufe Digital 2 Tage
Digitales Gemeindemanagement & Verwaltungsmodernisierung
E-Government und digitale Verwaltungsmodernisierung praxisnah gestalten.
Format
Blended Learning
Dauer
2 Tage (0,5 Online + 2 Präsenz)
Voraussetzungen
Keine
Teilnehmerzahl
12–18 Personen

Viele Gemeinden wissen, dass sie digitaler werden müssen – aber es fehlt an konkreten Anleitungen, welche Schritte sinnvoll und finanzierbar sind. Gesetzliche Anforderungen (E-Government-Gesetz, DSGVO) nehmen zu, während Mitarbeiter*innen kaum Zeit haben, sich einzuarbeiten. Gleichzeitig liegen Bundes- und Landesförderungen für Digitalisierungsprojekte bereit, die von vielen Gemeinden nicht abgerufen werden.

Unmittelbarer Nutzen
  • Konkreten Digitalisierungsplan für die eigene Gemeinde erarbeiten
  • Verfügbare Fördermittel für Digitalisierungsprojekte kennen und anwenden
  • Mitarbeiter*innen und Gemeinderatsmitglieder für die Digitalisierung gewinnen
Aufbaustufe Digital 2 Tage Neu
Künstliche Intelligenz in der Gemeindeverwaltung
KI-Einsatz in Verwaltung und Bürgerservice rechtssicher, praxisnah und strategisch gestalten.
Format
Blended Learning
Dauer
2 Tage (0,5 Online + 2 Präsenz)
Voraussetzungen
Digitalisierungsgrundkenntnisse empfohlen
Teilnehmerzahl
12–18 Personen

Digitalisierung und KI werden häufig in einem Atemzug genannt – dabei sind es fundamental verschiedene Dinge. Für Gemeinden ergeben sich neue Möglichkeiten, aber auch neue Risiken und klare rechtliche Grenzen. Der EU AI Act ist seit 2024 in Kraft und verpflichtet auch Gemeinden zur Klassifizierung von KI-Systemen. Gleichzeitig bieten KI-Tools bereits heute praktischen Nutzen: von automatisierten Bürgeranfragen bis zur Auswertung von Gemeindedaten.

Unmittelbarer Nutzen
  • Den EU AI Act kennen: Risikoklassen, Verbote, Pflichten für Behörden
  • KI-Anwendungsfälle für Gemeinden nach Nutzen und Rechtskonformität bewerten
  • Strukturierten KI-Einsatzplan für eigenen Verwaltungsprozess erarbeiten
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Gemeindeentwicklung & Revitalisierung

Abwanderung stoppen, Ortsmitten beleben, Gemeinschaftsleben stärken – auch mit kleinem Budget

Entwicklung 2 Tage + Exkursion Neu
Gemeinderevitalisierung & Ortskernbelebung
Abwanderung stoppen, Ortsmitten beleben, Gemeinschaftsleben stärken – Werkzeuge für Gemeinden mit begrenztem Budget.
Format
Blended Learning + Exkursion
Dauer
2 Tage (0,5 Online + 2 Präsenz inkl. Exkursion)
Zielgruppe
BM, GR, AL, Ortsplaner*innen, engagierte Bürger*innen
Teilnehmerzahl
12–20 Personen

Das letzte Gasthaus hat zugesperrt. Der Greißler schloss vor zehn Jahren. Die Jugend geht zum Studieren und kommt nicht mehr zurück. Das Paradox: Die Gemeinden, die Revitalisierung am nötigsten hätten, haben dafür am wenigsten Geld. Und doch gibt es in Österreich beeindruckende Beispiele, die zeigen: Es geht – durch kluge Kombination von Bürgerengagement, Genossenschaftsmodellen, Leerstandsmanagement und gezielt eingesetzten Fördermitteln.

Unmittelbarer Nutzen
  • Revitalisierungsinstrumente kennen: von Leerstandsmanagement bis Genossenschaftsgründung
  • LEADER, Dorferneuerung, Ortskernförderungen gezielt einsetzen
  • Von österreichischen und europäischen Vorbildgemeinden lernen
  • Realistischen Revitalisierungsplan für die eigene Gemeinde erarbeiten

Teilnahmegebühren

Die Kosten pro Modul betragen zwischen EUR 2.300,– und EUR 2.700,–

Interesse an einem Modul?

Die Module werden in Kooperation mit der Hochschule Campus Wien angeboten. Für Anfragen zur Durchführung, Kooperation oder Inhouse-Buchung steht das Projektteam gerne zur Verfügung.

Zur Anmeldung →