Praxisnahe Weiterbildung für wirksame Gemeindesteuerung – ein praxisorientiertes Weiterbildungsprogramm für Bürgermeister*innen, Amtsleiter*innen, Gemeinderät*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen für mehr Steuerungsfähigkeit in Finanzen, Recht, Digitalisierung, Förderung und Gemeindeentwicklung.
Ein Weiterbildungsprogramm der Hochschule Campus Wien in Kooperation mit Städtebund und Gemeindebund, umgesetzt durch die Campus Wien Academy.
Für österreichische Gemeinden fehlen praxisnahe, leistbare strategische Weiterbildungen zu Finanzen, Recht, Digitalisierung und Ortsentwicklung. Dieses Angebot schließt diese Lücke gezielt.
Alle Module verbinden Online-Vorbereitung mit intensiver Präsenzarbeit. Teilnehmer*innen bringen reale Daten ihrer Gemeinde mit und verlassen das Modul mit einem unmittelbar umsetzbaren Ergebnis.
Die Curricula wurden an der HCW entwickelt und verbinden aktuelle Forschungsergebnisse mit österreichischem Rechtsrahmen und langjähriger Praxiserfahrung in der kommunalen Verwaltung.
Vom VRV-2015-Basisverständnis bis zur professionellen Haushaltskonsolidierung – drei aufeinander aufbauende Seminare
Die VRV 2015 hat das kommunale Rechnungswesen grundlegend verändert. Viele Gemeinden kämpfen noch immer mit der neuen Logik. Dazu kommt: Österreichs Gemeinden stehen vor einer massiven Finanzierungslücke – steigende Pflichtausgaben bei stagnierendem Finanzausgleich. Dieses Modul vermittelt das Rüstzeug, um kommunale Finanzen wirklich zu verstehen und den Haushalt strategisch zu gestalten.
Die VRV 2015 liefert das Handwerkszeug – aber was sagen die Zahlen wirklich über die Lage einer Gemeinde aus? Viele Gemeinden können den Rechnungsabschluss lesen, aber nicht einordnen: Ist unser Defizit strukturell oder konjunkturell? Welchen Anteil haben Umlagen, die wir nicht beeinflussen können? Wo liegen Stellschrauben, die wir selbst in der Hand haben?
Viele österreichische Gemeinden stehen vor strukturellen Haushaltsdefiziten: steigende Pflichtausgaben, sinkende Ertragsanteile und politischer Widerstand gegen Einsparungen schaffen eine Spirale, aus der sich ohne professionelles Konsolidierungsmanagement kaum entkommen lässt. Gleichzeitig fordern Aufsichtsbehörden verstärkt Sanierungskonzepte – aber kaum jemand hat gelehrt, wie man eines erstellt.
EU-, Bundes- und Landesförderungen erfolgreich beantragen und abwickeln
Strukturschwache Gemeinden können sich oft die Ko-Finanzierung bei Förderprogrammen nicht leisten – oder kennen die Programme schlicht nicht. Dabei liegen Milliarden an EU- und Bundesgeldern brach, weil Anträge fehlen oder schlecht vorbereitet sind. Gleichzeitig haben Gemeinden kaum Personal mit Erfahrung im Förderwesen. Dieses Modul ist bewusst praxisorientiert: Kein trockenes Regelwerk, sondern echte Anträge, echte Fallstricke und konkrete Erfolgsstrategien aus Österreich.
Rechtssichere Entscheidungen, kommunale Steuerungskompetenz und strategische Reformfähigkeit
Ein Bürgermeister unterschreibt einen Werkvertrag ohne Ausschreibung – weil es schnell gehen musste. Eine Gemeinde erhält einen Förderbescheid zurück, weil die Verwendungsnachweise unvollständig waren. Ein Gemeinderat stimmt einer Haftungsübernahme zu, ohne die Konsequenzen zu kennen. Das Problem ist selten böser Wille, sondern fehlendes Rechtswissen unter Zeitdruck.
Österreichische Gemeinden stehen unter zunehmendem Druck: steigende Pflichtausgaben, demografischer Wandel, Klimaanforderungen und schrumpfende finanzielle Spielräume. Gleichzeitig verhindert das Tagesgeschäft oft jede strategische Reflexion. Das Ergebnis: Gemeinden reagieren – statt zu steuern. Dieses Modul schafft den Rahmen, um aus dem Reaktionsmodus herauszutreten.
Von E-Government-Grundlagen bis zum rechtssicheren KI-Einsatz in der Gemeindeverwaltung
Viele Gemeinden wissen, dass sie digitaler werden müssen – aber es fehlt an konkreten Anleitungen, welche Schritte sinnvoll und finanzierbar sind. Gesetzliche Anforderungen (E-Government-Gesetz, DSGVO) nehmen zu, während Mitarbeiter*innen kaum Zeit haben, sich einzuarbeiten. Gleichzeitig liegen Bundes- und Landesförderungen für Digitalisierungsprojekte bereit, die von vielen Gemeinden nicht abgerufen werden.
Digitalisierung und KI werden häufig in einem Atemzug genannt – dabei sind es fundamental verschiedene Dinge. Für Gemeinden ergeben sich neue Möglichkeiten, aber auch neue Risiken und klare rechtliche Grenzen. Der EU AI Act ist seit 2024 in Kraft und verpflichtet auch Gemeinden zur Klassifizierung von KI-Systemen. Gleichzeitig bieten KI-Tools bereits heute praktischen Nutzen: von automatisierten Bürgeranfragen bis zur Auswertung von Gemeindedaten.
Abwanderung stoppen, Ortsmitten beleben, Gemeinschaftsleben stärken – auch mit kleinem Budget
Das letzte Gasthaus hat zugesperrt. Der Greißler schloss vor zehn Jahren. Die Jugend geht zum Studieren und kommt nicht mehr zurück. Das Paradox: Die Gemeinden, die Revitalisierung am nötigsten hätten, haben dafür am wenigsten Geld. Und doch gibt es in Österreich beeindruckende Beispiele, die zeigen: Es geht – durch kluge Kombination von Bürgerengagement, Genossenschaftsmodellen, Leerstandsmanagement und gezielt eingesetzten Fördermitteln.
Die Kosten pro Modul betragen zwischen EUR 2.300,– und EUR 2.700,–
Die Module werden in Kooperation mit der Hochschule Campus Wien angeboten. Für Anfragen zur Durchführung, Kooperation oder Inhouse-Buchung steht das Projektteam gerne zur Verfügung.