Feministische Soziale Arbeit für alle

Seminar

Feministisches Arbeiten wird häufig synonym gesetzt mit Sozialer Arbeit mit Frauen*, ist aber eine Grundhaltung, die in allen Bereichen Sozialer Arbeit unsere anti-diskriminatorische Praxis bereichert. Insbesondere in Zeiten rechter Politiken inklusive eines antifeministischen Backlashs ist es wichtig, dass Sozialarbeiter*innen konservative Geschlechterrollen nicht zementieren, sondern Menschen Handlungsspielräume aufzeigen und zugestehen.

Im Kontext der Jugendarbeit hat sich diese Erkenntnis bereits durchgesetzt, in der Arbeit mit Erwachsenen vergessen wir aber oft, dass auch sie unter stereotypen Rollenzuschreibungen leiden und aus diesen ausbrechen möchten.

Diskutiert werden sowohl differenz- als auch queerfeministische Ansätze, die uns helfen können, eine professionelle Reflexivität in Bezug auf die Kategorie Geschlecht zu entwickeln und uns eine (pro)feministische Grundhaltung anzueignen.

Seminarinhalte

  • Überblick über verschiedene Feminismen (historischer Überblick, Differenz- und Queerfeminismus)

  • Betonung eines intersektionellen Blicks: Sexismus und seine Überschneidungen mit Rassismus und Klassismus

  • Möglichkeiten einer feministischen Praxis in der Sozialen Arbeit mit Menschen aller Geschlechter

  • konkrete Themenbeispiele: Geschlechterrollen, Care-Arbeit, reproduktive Rechte, verschiedene Formen von Gewalt, Ausschlüsse von Transpersonen in Sozialen Einrichtungen, Zusammensetzungen von Teams

Ihre Vorteile

Sie lernen innovative, wissenschaftlich fundierte Akzente für Ihre berufliche Praxis.

Die Vortragenden verfügen über ein profundes Fachwissen und haben langjährige Praxiserfahrung.

Die Inhalte dieses Seminars bieten wir Ihnen auch als maßgeschneidertes Inhouse- Angebot an.

Am Ende des Seminars sind Sie in der Lage

  • differenz- und queerfeministische Ansätze zu unterscheiden, aber auch deren Gemeinsamkeiten zu kennen

  • feministische Ideen nicht nur als „reine Frauen*themen“ zu verstehen, sondern das befreiende Potential (queer)feministischer Ansätze für alle Klient*innen Sozialer Arbeit zu erkennen.

  • professionelle Reflexivität bezüglich eigener Geschlechterstereotypen zu entwickeln.

Lehr-und Lernmethoden

In diesem Seminar werden folgende Lehr- und Lernmethoden angewendet: Theoretischer Input, Gruppenarbeit, Diskussion im Plenum unter Einbeziehung folgender Arbeitsmaterialien: Textausschnitte, Filmausschnitte.

Auf einen Blick

Zielgruppe Das Seminar richtet sich an Sozialarbeiter*innen (dezidiert an Menschen unterschiedlicher Geschlechter), die Interesse an der Thematik haben und keinen grundsätzlichen Widerstand gegen feministische Inhalte hegen.
Abschluss Teilnahmebestätigung (nach mindestens 80%iger Anwesenheit)
Vortragender

Tina Füchslbauer DSA MA

Veranstaltungsort FH Campus Wien
Favoritenstraße 226
1100 Wien
Teilnahmegebühr € 170,- inkl. MwSt.